Samstag, 30. Dezember 2017

Jahresrückblick



Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu - wie die Zeit vergeht! Die einen sind deswegen eher wehmütig, andere hingegen sind voller Vorfreude auf ein neues Jahr und einen Neuanfang. Manchmal trifft natürlich auch beides zusammen. 
 
Ich mag den Jahreswechsel irgendwie. Natürlich ist man schon ein bisschen traurig, dass die Zeit so schnell vergeht, aber bei mir überwiegt doch mehr eine positive Stimmung. Es tut auch gut, das Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. In diesem Zusammenhang verfolge ich selbst auch immer gewisse Rituale, wodurch sich mein Bewusstsein verstärkt und ich mir über Dinge im Klaren werde. Mir ist es auch wichtig, das alte Jahr gut und sauber abzuschließen. Dazu gehört es, offene Angelegenheiten soweit als möglich zu regeln, Schulden zu bezahlen, die Wohnung nochmal richtig zu putzen und auszumisten sowie besonders auch, mir sowohl die positiven als auch die negativen Geschehnisse des Jahres vor Augen zu führen. Und natürlich Vorsätze zu fassen und sie zu formulieren, auch wenn man sie nie alle schafft einzuhalten und umzusetzen. 

Zunächst betrachte ich die Dinge, die ich geschafft habe und was positiv gelaufen ist. Das müssen nicht nur bedeutende Angelegenheiten gewesen sein, auch kleine Situationen oder Dinge gehören hier dazu. Das bringt mich in eine positive Stimmung und ich werde zufrieden, vielleicht sogar auch stolz. Ich freue mich, im neuen Jahr hieran anknüpfen zu können. Auch müssen es nicht nur Dinge sein, die man selbst erreicht oder gemacht hat. Ich besinne mich auch darauf, was geschehen ist, wer mich in dem vergangenen Jahr begleitet hat und freue mich, dass bestimmte Personen und Tiere in meinem Leben sind. Neben den vielen lieben Menschen, die mein Leben bereichern, bin ich auch sehr froh um meine tierischen Wegbegleiter. Besonders dankbar bin ich dabei, dass mein Hund Mira trotz der Krebsdiagnose letztes Jahr sowie meine Stute Fee mit ihren 36 Jahren noch bei mir sind und wir ein so gutes Jahr zusammen hatten. Das war unter den gegebenen Umständen nicht selbstverständlich (ist es auch so natürlich nicht, aber zu Beginn des letzten Jahres war das wirklich nicht abzusehen). Und wenn ich sehe, wie gut es den beiden alten Damen geht, macht es mich glücklich und ich hoffe sehr auf noch weitere Jahre mit ihnen. 

Natürlich muss ich dabei auch an unseren Kater Moby denken, der uns leider dieses Jahr mit stolzen 21 Jahren verlassen hat und wir das nächste Jahr nun ohne ihn verbringen müssen. Er war nicht nur Familienmitglied, sondern auch nicht wegzudenkender Teil des Teams von Zoo&Gartenbedarf. Letztes Jahr um diese Zeit haben wir noch über ihn geschrieben und waren glücklich, dass er bei uns ist und dass es ihm gut geht. 
Auch wenn das Team von Zoo&Gartenbedarf dieses Jahr tolle neue Menschen dazu gewonnen und sich das Team vergrößert hat, ist durch seinen Verlust eine große Lücke entstanden, die bestehen bleibt. Wir vermissen ihn alle sehr…

Bei einem Jahresrückblick gehören aber auch die negativen Erlebnisse dazu. Zwar lässt es einen traurig werden, doch kann man auch aus solchen Ereignissen neue Kraft schöpfen. Der Jahreswechsel kann die Hoffnung geben, schlechte und traurige Zeiten hinter sich zu lassen und sich für neue bessere bereit zu machen. Zwar klappt es nicht immer, aber man kann auch versuchen, aus Misserfolgen oder Negativerlebnissen etwas Gutes zu ziehen. Erkenntnis ist auch die Chance auf Veränderung oder einen Neuanfang.
 
Negatives wird zurückgelassen, es werden Vorsätze gefasst, was man anders oder besser machen möchte und was man sich für das neue Jahr wünscht.  Das gibt einem ein gutes Gefühl, Hoffnung, eine positive Stimmung und dadurch auch Kraft für das neue bevorstehende Jahr. 

Das alte Jahr wird abgeschlossen und das neue Jahr kann beginnen!

In diesem Sinne wünschen wir euch ein gutes neues Jahr mit viel Glück, Liebe, Gesundheit und allem, was ihr euch wünscht. 

Das Team von Zoo&Gartenbedarf freut sich auf ein tolles Jahr 2018 mit euch!


Montag, 9. Oktober 2017

Der Wau-Effekt


Ich habe das große Glück, meinen Hund mit ins Büro nehmen zu dürfen. So können wir mehr Zeit miteinander verbringen und ich muss Mira weder zu oft alleine lassen noch mich um eine meist kostspielige Hundebetreuung kümmern. Gerade jetzt, da sie schon etwas älter ist, ist das eine große Erleichterung und ich genieße es sehr. 

Natürlich kann ich mich im Büro nicht die ganze Zeit mit ihr beschäftigen, aber sie hat ihren gemütlichen Platz und in der Mittagspause können wir einen schönen Spaziergang machen. Und vor allem habe ich das Gefühl, dass sie es einfach genießt, mit dabei sein zu dürfen und es uns gut tut, zusammen zu sein. Mira ist ein sehr braver Hund und es hat mit der Erziehung bei ihr auch gut geklappt, obwohl sie ein Beagle ist. Alle, die Beagle kennen oder selbst einen haben, wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Es sind zwar unfassbar liebe und gutmütige Hunde, aber eben auch sehr stur und schwer zu erziehen. 

Es freut mich, dass sie gerne mit kommt und dass sich meine Kollegen auch jedes Mal freuen, wenn sie sie sehen. Besonders an stressreichen Arbeitstagen, kommt schon mal der ein oder andere Kollege gerne in mein Büro, einfach um Mira zu streicheln. Das tut gut und beruhigt die Nerven, das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Studien belegen, dass Hunde und Menschen das Hormon Oxytocin bei regelmäßigen Streicheleinheiten ausschütten, was die Bindung erhöht und zu sozialen Kontakten animiert, den Blutdruck senkt, die Herzfrequenz verlangsamt und dabei hilft, das Stresshormon Cortisol abzubauen. Was bedeutet das für uns? Wir werden zufriedener und ruhiger. Das kann ich nur bestätigen und einige meiner Kollegen mit Sicherheit auch. Wenn das also so ist und zu weniger Stress oder zu einem besseren Stressabbau führt, könnte das wiederum positive Auswirkungen auf unsere psychische und körperliche Gesundheit haben. Zwar kann ich noch keine Aussagen über solche Langzeitauswirkungen treffen, aber zumindest fühle ich mich besser und zufriedener, wenn Mira bei mir ist. Und sie sich offensichtlich auch. 

Es ist leider jedoch nicht selbstverständlich, dass Arbeitgeber Hunde am Arbeitsplatz erlauben. Die Angst vor Unruhe und schlecht erzogenen Störenfrieden ist oftmals ein Grund für ein allgemeines Verbot. Aber auch nicht jeder Arbeitsplatz ist geeignet für Hunde. 

Doch denken bereits immer mehr Arbeitgeber um und werden offener. Es ist ein gewisser Wandel in den Unternehmen zu erkennen und das Wohl der Arbeitnehmer tritt mehr in den Fokus. Life-Work-Balance und Gesundheit am Arbeitsplatz werden in Zeiten von häufigerem Auftreten von Bournout und sonstigen stress- oder überlastungsbedingten Krankheiten ein immer wichtigeres Thema, so dass sich Arbeitgeber im Zusammenhang mit Gesundheitsschutz auch oftmals mit der Frage „Hund am Arbeitsplatz erlauben oder nicht“ auseinandersetzen. Immer mehr Studien belegen, dass sich Hunde im Büro positiv auf die Mitarbeiter und das Betriebsklima auswirken. Die Anwesenheit eines Hundes hilft nicht nur bei Stress, sondern fördert auch den Teamgeist sowie die Kommunikation und wirkt sich positiv auf die Motivation der Mitarbeiter aus. Außerdem hat sie auch positiven Einfluss auf das Image des Arbeitgebers oder das Unternehmen. Dies haben auch schon große Firmen wie Google und Xing erkannt. 

Mittlerweile gibt es auch einen "Bundesverband Bürohund e.V.", der laut seiner Homepage dem Anstieg von psychischen Erkrankungen und Burnout im Arbeitsleben mithilfe der Eingliederung von Hunden im Büro entgegenwirken will. Die Vorteile für Unternehmen und ihre Mitarbeiter fasst der Verband so zusammen:
  • Senkung des Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos
  • weniger Burnout-Gefahr
  • Senkung der Risiken für sonstige psychische Erkrankungen
  • weniger Fehltage
  • Einsparung von Krankenkosten für den Arbeitgeber.
Aus den Vorteilen, die ein Hund am Arbeitsplatz scheinbar mit sich bringt, leiten Wissenschaftler sogar bereits handfesten betriebswirtschaftlichen Nutzen durch Produktivitätszuwächse und sinkende Fehlzeiten ab. 

Das klingt alles toll, doch darf man natürlich trotz allem Tiere nicht als Allheilmittel gegen Stress und Konkurrenzdruck sowie für eine Imagesteigerung betrachten. Außerdem müssen dabei noch andere Faktoren und insbesondere auch das Wohl des Hundes beachtet werden. 

Grundvoraussetzung ist erstmal das Einverständnis des Arbeitgebers und der Kollegen. Nicht jeder mag Hunde, manche haben auch Angst oder sind sogar allergisch gegen Tierhaare, was ein absolutes Tabu bedeuten würde. Auch ist nicht jeder Hund geeignet. Unerzogene oder sehr unruhige Hunde können am Arbeitsplatz eher Stress erzeugen als diesem entgegenzuwirken, sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Hund selbst. Es gibt sehr sensible Hunde, die sich möglicherweise im Büro unwohl fühlen oder an einem Arbeitsplatz mit viel Menschenverkehr nicht zur Ruhe kommen, so dass sie den ganzen Tag unter Stress stehen würden, was dann wiederum für den Hund gesundheitsschädlich sein kann. Auch ist, wie schon erwähnt, nicht jeder Arbeitsplatz für Hunde geeignet. Neben dem Ausschluss von Gefahrenquellen sollte ein hundefreundlicher Arbeitsplatz auch einen festen Rückzugsort mit Schlafplatz und Platz für einen Wassernapf bieten sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund, besonders, wenn dieser noch jung und verspielt ist. Sonst kann der Büroalltag für den Hund ganz schön öde werden. Und natürlich am allerwichtigsten: Man sollte sich zwischendurch immer mal wieder Zeit für den Hund nehmen können und es sollte vor allem auch die Möglichkeit für einen Spaziergang gegeben sein.
 
Wenn die Voraussetzungen für die Mitnahme des Hundes gegeben sind, ist es einfach wunderbar seinen vierbeinigen Freund mit in die Arbeit nehmen zu können und es bereichert den Arbeitsalltag ungemein.


Donnerstag, 20. Juli 2017